Wissen · Kennzeichnung & Handel

EAN, GTIN, Barcode & GLN: Die Nummern des Handels erklärt.

Wer Produkte in den Handel bringt, stolpert schnell über eine Buchstabensuppe: EAN, GTIN, Barcode, GLN. Alle vier hängen zusammen, meinen aber Verschiedenes – und Verwechslungen führen zu abgelehnten Listungen und Problemen im Wareneingang.

Die Kurzfassung: Die GTIN (früher EAN) ist die weltweit eindeutige Produktnummer, der Barcode macht sie maschinenlesbar, und die GLN identifiziert Orte und Betriebe. Deine interne SKU ist davon unabhängig.

GTIN und EAN – dasselbe in Grün

EAN (European Article Number) ist der frühere Name; heute spricht GS1, die Organisation hinter den Nummern, von der GTIN (Global Trade Item Number). Eine „EAN-13“ ist also einfach eine GTIN-13. Sie identifiziert ein Produkt weltweit eindeutig und besteht aus GS1-Länderpräfix, Betriebsnummer, Artikelnummer und einer Prüfziffer.

EAN, GTIN, Barcode
FormatStellenTypischer Einsatz
GTIN-13 (EAN-13)13Standard für Endverbraucher-Produkte in Europa
GTIN-8 (EAN-8)8Sehr kleine Verpackungen mit wenig Platz
GTIN-1414Umkartons und Gebinde (Handelseinheiten)

Der Barcode ist nicht die Nummer

Ein häufiges Missverständnis: Der Barcode ist nicht die GTIN – er trägt sie. Der Barcode ist die grafische, maschinenlesbare Darstellung (beim klassischen Produktcode der EAN-13-Strichcode), damit ein Scanner die Nummer in Sekundenbruchteilen erfassen kann. Für andere Zwecke gibt es weitere Symboliken: GS1-128 etwa kann zusätzlich Charge und MHD aufnehmen und steht oft auf Paletten-Etiketten.

Woher bekommst du eine GTIN?

GTINs vergibst du nicht selbst frei – sie kommen von GS1 (in Deutschland GS1 Germany). Dein Unternehmen erhält eine GS1-Basisnummer und leitet daraus die einzelnen Artikelnummern ab; die Prüfziffer wird berechnet. Finger weg von „Einzel-Barcodes“ aus dubiosen Online-Shops: Der Lebensmitteleinzelhandel verlangt bei der Listung echte, deinem Unternehmen zugeordnete GS1-GTINs.

Was ist eine GLN?

Die GLN (Global Location Number) identifiziert keine Produkte, sondern Orte und Betriebe: dein Unternehmen, ein bestimmtes Lager, eine Filiale oder eine Anlieferrampe. Im elektronischen Datenaustausch adressiert die GLN, wer Absender und Empfänger ist und wohin geliefert wird. Ohne korrekte GLN scheitert im EDI die Zuordnung von Bestellung und Lieferavis.

Wie das im Lager mit Xentral zusammenspielt

In der Praxis müssen interne und Handels-Kennungen sauber zusammenlaufen – genau das übernimmt bei uns Xentral. Je Artikel führt das ERP die interne SKU und die externe GTIN/EAN parallel, druckt Etiketten mit dem passenden Barcode, und beim Wareneingang wie bei der Kommissionierung wird gescannt statt getippt. Für den Handel nutzt Xentral die GLN in der EDI-Kommunikation.

  • SKU ↔ GTIN je Artikel – interne Ordnung und Handelsnummer verknüpft.
  • Barcode-Etiketten inkl. GS1-128 mit Charge und MHD für die Rückverfolgbarkeit.
  • Scannen im Lager – Wareneingang, Umlagerung und Pick laufen über den Barcode.
  • GLN im EDI – korrekte Adressierung von Bestellung, Lieferavis und Rechnung.

Häufige Fragen

Im Kern ja. GS1 hat die Bezeichnungen vereinheitlicht: Aus EAN-13 wurde GTIN-13. Viele im Handel sagen weiterhin „EAN“ – gemeint ist dieselbe Nummer.

Ja. Jede verkaufbare Variante (Größe, Sorte, Gebinde) braucht eine eigene GTIN – genau wie eine eigene SKU. Umkartons und Gebinde bekommen zusätzlich oft eine GTIN-14.

GTINs laufen über eine GS1-Mitgliedschaft; die Kosten richten sich nach Unternehmensgröße und Anzahl benötigter Nummern. Es gibt Startpakete für einzelne GTINs bis hin zu Basisnummern für viele Artikel.

Ja. Wenn deine Artikel bereits GS1-GTINs haben, hinterlegen wir sie je SKU in Xentral und drucken die passenden Barcodes. Fehlen GTINs, unterstützen wir bei der sauberen Vergabe.

Kennzeichnung und Handelsanbindung aus einer Hand?

Wir führen SKU und GTIN in Xentral, drucken Barcodes und binden den Handel per EDI an.