Wissen · Kennzeichnung

Was ist eine LOT-Nummer? Das „L“ auf der Verpackung erklärt.

Die LOT-Nummer (auch Losnummer) kennzeichnet ein Los: eine Einheit von Lebensmitteln, die unter praktisch gleichen Bedingungen erzeugt, hergestellt oder verpackt wurde. Auf der Verpackung steht sie meist mit einem vorangestellten „L“ – zum Beispiel L2607A.

Die kleine Ziffern-Buchstaben-Kombination auf der Rückseite jeder Verpackung ist unscheinbar, aber mächtig: Sie verbindet das einzelne Produkt im Supermarktregal mit der kompletten Produktionsdokumentation im Werk.

Wozu dient die LOT-Nummer?

Lebensmittel müssen mit einer Angabe versehen sein, die das Los erkennen lässt, zu dem sie gehören. Der Zweck ist Rückverfolgbarkeit: Behörden, Händler und Hersteller können über die Losangabe exakt eingrenzen, welche Produkte betroffen sind. Bei öffentlichen Rückrufen wird deshalb fast immer die LOT-Nummer (oft zusammen mit dem MHD) genannt.

LOT, Los, Charge – was ist was?

BegriffPerspektive
Los / LOTDer Kennzeichnungsbegriff: die Einheit, die auf der Verpackung identifizierbar sein muss. „LOT“ ist die international übliche Schreibweise.
ChargeDer Produktions- und Qualitätsbegriff: die unter einheitlichen Bedingungen hergestellte Menge, wie sie im Betrieb und im ERP geführt wird.
LOT-NummerDie konkrete Zeichenfolge, die das Los identifiziert – festgelegt vom Hersteller bzw. Verpacker.

In der Praxis sind Los und Charge fast immer deckungsgleich: Die im Betrieb geführte Chargennummer wird als LOT-Nummer aufgedruckt. Wichtig ist nur, dass die Zuordnung eindeutig und dokumentiert ist.

Wie ist eine LOT-Nummer aufgebaut?

Das Format ist nicht vorgeschrieben – der Hersteller entscheidet, solange das Los eindeutig identifizierbar ist. Verbreitete Muster kodieren das Produktionsdatum (z. B. als Julianisches Datum: L26201 für den 201. Tag 2026), Schicht, Linie oder Mischansatz. Ist das MHD mit Tag und Monat angegeben, kann es die Losangabe ersetzen.

Häufige Fragen

Ja, verpackte Lebensmittel müssen eine Losangabe tragen – mit Ausnahmen, etwa wenn das MHD tag- und monatsgenau angegeben ist. Verantwortlich ist, wer das Lebensmittel herstellt, verpackt oder als Erster in Verkehr bringt.

Der Hersteller bzw. Verpacker – bei Lohnabfüllung also der Abfüller, abgestimmt mit dem Auftraggeber. Das Nummernschema wird sinnvollerweise in der Produktspezifikation festgehalten.

Oft ja – viele Hersteller kodieren das Datum direkt hinein. Es gibt aber keine einheitliche Regel; nur der Hersteller kann die Nummer verbindlich aufschlüsseln.

Die LOT-Nummer gilt für eine ganze Produktionseinheit (viele Packungen), die Seriennummer identifiziert ein einzelnes Exemplar. Bei Lebensmitteln ist die Losangabe der Standard.

Saubere Kennzeichnung ab Werk?

Wir drucken LOT und MHD direkt beim Abfüllen auf – verknüpft mit der digitalen Chargenakte.