Was ist eine SKU? Die Artikelnummer, die dein Lager zusammenhält.
SKU steht für Stock Keeping Unit – die Lagerhaltungseinheit. Es ist deine interne, eindeutige Artikelnummer für jede verkaufbare Variante eines Produkts: Jede Größe, jede Geschmacksrichtung und jede Verpackungseinheit bekommt ihre eigene SKU.
Die SKU ist unscheinbar, aber sie ist der Schlüssel, über den Bestände, Lagerplätze und Bestellungen zusammenfinden. Ohne saubere SKUs wird jede Inventur zum Ratespiel – und jede Fehlbuchung zur Suchaktion.
SKU vs. Produkt: Warum jede Variante eine eigene Nummer braucht
Ein „Produkt“ im Marketingsinn ist oft eine ganze Familie: Dein Bio-Tee gibt es vielleicht als 250-g- und 500-g-Beutel, in drei Sorten und zusätzlich als Probierpaket. Für Lager und Versand ist jede dieser Varianten ein eigenes Ding – sie wird einzeln bestellt, gelagert, gezählt und verschickt. Genau deshalb bekommt jede Variante ihre eigene SKU.
Faustregel: Wenn zwei Artikel sich in irgendetwas unterscheiden, das der Kunde bestellen oder das Lager auseinanderhalten muss – Größe, Sorte, Gebinde, Bundle – dann sind es zwei SKUs.
Wie baust du eine sinnvolle SKU auf?
Das Format ist frei wählbar – aber es lohnt sich, systematisch vorzugehen. Bewährt haben sich „sprechende“ SKUs, deren Segmente eine Bedeutung tragen (Produktlinie, Variante, Größe). So erkennt man den Artikel schon an der Nummer, ohne im System nachzuschlagen.
- Eindeutig und dauerhaft: Eine SKU wird nie wiederverwendet – auch nicht, wenn ein Artikel ausläuft.
- Keine Sonderzeichen und Umlaute: Nur Buchstaben, Ziffern und Bindestriche – das erspart Ärger mit Etikettendruck, Scannern und Schnittstellen.
- Nicht zu lang: Kurz genug, um auf Etiketten und Picklisten zu passen.
- Keine veränderlichen Infos kodieren: Dinge wie Lieferant oder Preis gehören nicht in die SKU – sie ändern sich, die SKU soll bleiben.
- Ein System, eine Logik: Ein einmal festgelegtes Schema konsequent für alle Artikel nutzen.
SKU und EAN/GTIN – bitte nicht verwechseln
Die SKU ist deine interne Nummer, die du frei vergibst. Die GTIN (früher EAN) ist dagegen die weltweit eindeutige Produktnummer, die von GS1 vergeben wird und auf dem Barcode steht. Beide leben nebeneinander: Im System hängt an einem Artikel sowohl die SKU als auch die GTIN. Verwechslungen führen regelmäßig zu Chaos an Kasse und Wareneingang.
SKU im Lager: der Dreh- und Angelpunkt – und was Xentral daraus macht
Wir arbeiten dafür mit Xentral. Als Xentral-Partner bilden wir jede SKU sauber im ERP ab: Varianten, Stücklisten für Bundles und Sets, mehrere Lagerorte, chargengenaue Bestände und die Kommissionierung nach FEFO. Xentral kann all das in einem System führen – von der Artikelanlage bis zur Sendungsnummer.
- Bestand je SKU und Lagerplatz – in Echtzeit, nicht in der Monats-Excel.
- Chargen und MHD je SKU – Grundlage für Rückverfolgbarkeit und FEFO.
- Stücklisten (Bundles) – ein Set-Artikel mit eigener SKU, dahinter die Komponenten-SKUs.
- Automatische Buchungen aus Shop, Marktplatz oder Handel über die ERP-Anbindung.
Häufige Fragen
In der Praxis ja – „SKU“ ist die international übliche Bezeichnung, „Artikelnummer“ die deutsche. Beide meinen die interne, eindeutige Kennung einer verkaufbaren Einheit.
Du selbst bzw. dein Warenwirtschaftssystem. Anders als die GTIN kommt die SKU von keiner externen Stelle – sie ist deine interne Ordnung. Wichtig ist nur ein einheitliches Schema.
Ja, sobald sich Varianten einzeln bestellen oder lagern lassen. 250 g und 500 g desselben Tees sind zwei SKUs, weil Bestand, Preis und Verpackung sich unterscheiden.
Ja. Xentral führt je Artikel die interne SKU und die externe GTIN/EAN, druckt Barcode-Etiketten und bucht Bestände chargengenau – so bleiben interne Ordnung und Handelskennung sauber getrennt, aber verknüpft.
Weiterlesen: EAN, GTIN, Barcode & GLN · Was ist eine Charge? · Leistung: ERP-Integration
Bestände sauber im Griff?
Wir führen deine Artikel SKU- und chargengenau im Xentral-ERP – vom Wareneingang bis zum Versand.